Erfolgreicher Nachwuchs beim Kart-Slalom in Kempenich

Kempenich. Die meisten Formel 1-Stars wie der deutsche Michael Schumacher oder der aktuelle Senkrechtstarter Andrea Kimi Antonelli aus Italien haben ihre Karriere als Kart-Fahrer begonnen. Sicherlich sind das auch Vorbilder für die Nachwuchsfahrer, die sich seit 35 Jahren regelmäßig in Kempenich ein sportliches Stelldichein geben. Kürzlich wurde das zur Motorsportarena umfunktionierte Gelände an der Leyberghalle erneut zu einem solchen Treffen, bei dem in der Regel weit über hundert Teilnehmer aus der Region A im ADAC-Mittelrhein um Bestzeiten, gute Platzierungen und Punkte für die Regionalmeisterschaft in fünf Altersklassen von sechs bis 18 Jahren ins Rennen gehen. Da kann der Tag lang werden für die zahlreichen Helfer des Motorsportclubs Kempenich, der sich im Laufe der Jahrzehnte als Ausrichter und Gastgeber einen sehr guten Ruf erworben hat.

Die Saison läuft bereits seit Mitte April, Kempenich bildete den sechsten und letzten Vorlauf der Meisterschaftsserie. Für viele Starter ging es daher um wichtige Punkte im Kampf um die Qualifikation für die überregionalen Finalläufe, wo dann die besten Nachwuchstalente der beiden Regionen A und B aufeinander treffen. Insofern durften sich die Zuschauer auf spannende Entscheidungen freuen, bei denen auch mehrere Teilnehmende aus dem gastgebenden Club mit von der Partie waren. Schließlich wird beim MSC immer schon viel Wert auf die Jugendarbeit gelegt. Auch mit Erfolg, wie sich in der vergangenen Saison gezeigt hat. Das komplette Team qualifizierte sich für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft. Eine Fahrerin fuhr mit beim Südwestdeutschen Championat, ein Fahrer sogar bei der Deutschen Meisterschaft.

Beim Jugendkart-Slalom kommt es nicht nur auf die Geschwindigkeit an, eine große Rolle spielt die Präzision. Schließlich muss ein anspruchsvoller Parcours möglichst fehlerfrei bewältigt werden. Jeder Fehler beim Ritt durch das Pylonen-Wirrwarr wird mit Strafsekunden geahndet. Bei Gesamtzeit von um die 30 Sekunden und beim Kampf um Zehntel- oder gar Hundertstelsekunden können Patzer über Sieg oder Niederlage entscheiden. Der MSC Kempenich scheint bei Petrus einen Stein im Brett zu haben, denn auch bei der 36. Auflage des Jugend-Kart-Slaloms blieben Ausrichter, die Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz und die Zuschauer von Witterungsunbilden verschont, nach Tagen der Schafskälte war ein wenig Sommer zurückgekehrt.

Gute Laune verbreiteten aber auch die einheimischen Starter und der Ausrichter. Dank der großzügigen Unterstützung durch Sponsoren konnten die Trainingsbedingungen verbessert werden und mittels neuer Trikotagen die Außenwirkung verbessert werden. Die Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler steuerte zwei Netzteile bei, die beim Einsatz der inzwischen angeschafften E-Karts dringend gebraucht wurden. „So können wir zwei Tage hintereinander fahren, ohne auf das zeitaufwendige neue Laden zu warten“, sagte Thomas Molitor (Bell), der für den Kart-Nachwuchs zuständig ist. Dem Unternehmen Solarplatz ist es zu verdanken, dass sich Betreuer und Jugendliche in einheitlichem Outfit präsentieren können.

Acht jugendliche Starter schickte der Veranstalter ins Rennen. Den Vogel schoss eine junge Dame ab, Julia Segura, in den Vorjahren bereits sehr erfolgreich, krönte sich zur Gewinnerin in der höchsten Altersstufe und wurde auch Gesamtsiegerin. Der 9-jährige Tim Molitor aus Bell schaffte in der Klasse 2 den Sprung aufs Treppchen und landete hinter dem Sieger Noah Siebel-Späth (Kart-Sport-Club Niederfischbach) auf Platz zwei. Den dritten Rang nimmt er nach dem letzten Lauf auf regionaler Ebene in der Gesamtwertung ein. Einen Podestplatz schaffte Alexander Levold mit dem Bronzerang in der Klasse 5. Einstellige Platzierungen gab es für Kilian Paprocki (Rang 5 in der Klasse 4), Felix Stenz (Platz 8 in Klasse 3) und Silas Borscheid Achter in (Klasse 5). Noch wegen der starken Konkurrenz Lehrgeld zahlen mussten Noah Buschbell (12.) und Elias Heinrich (24.), beide in Klasse 3.

Zum Teil hatten die jungen Kartsportler eine lange Anreise, vor allem die aus dem Siegerland (KSC Niederfischbach) und vom Hunsrück (Hunsrück-Auto-Club). Schneller vor Ort waren die aus der näheren Umgebung (AC Rübenach, AC Mayen, MSC Adenau, ASC Ahrweiler und AMC Arzbach). Die erfolgreichste Mannschaft stellte der Kart-Sport-Club aus dem Siegerland, er stellte in drei Klassen den jeweiligen Sieger. Der jüngste auf dem höchsten Treppchen war Ole Januschke vom AMC Arzbach. Die meisten der insgesamt 122 Teilnehmer gingen in der Klasse 3 (34) an den Start. In Klasse 1 waren es 20, 27 in Klasse 2, 22 in Klasse 4 und 19 in Klasse 5.

Text und Foto: Hans-Josef Schneider, Kempenich

In Kempenich erfolgt der Start in eine neue Rallye-Saison

KEMPENICH. Am Sonntag, 8. März, wird die Rallye Kempenich zum 47. Male über die Bühne gehen und auch wieder die Auftakt-Veranstaltung des Deutschen Rallye Cups (DRC) sein. Als fester Bestandteil der zweiten Liga des Rallye-Sports wird sie gerne von Teilnehmenden an der Deutschen Rallyemeisterschaft (DRM) genutzt, um die Fahrzeuge für die neue Saison zu testen.

Beim Motorsportclub Kempenich brechen neue Zeiten an: Nach fast 35 Jahren gab Berthold Hantel die Organisation der Rallye ab. Mit Leidenschaft für den Rallyesport und akribischer Arbeit hat er dafür gesorgt, dass die Veranstaltung schon länger zu einer der besten in Deutschland gehört. „Es ist keine einfache Aufgabe für uns, die Nachfolge von Berthold anzutreten. Seine Fußstapfen sind groß. Aber wir geben alle unser Bestes, damit die Rallye nach wie vor auf dem bisher hohen Niveau ausgetragen werden kann“, betont Jessica Nett, die ab sofort an der Spitze des Organisations-Komitees steht.

Möglich ist eine solch große Veranstaltung nur dank der Unterstützung von zahllosen ehrenamtlich tätigen Helfern. Es werden rund 300 Personen sein, die sich um den reibungslosen Ablauf kümmern und für die Sicherheit der Sportler und Zuschauer sorgen werden, sei es im Rallyezentrum oder draußen an den Wertungsprüfungen. Obwohl dem Namen nach nur Kempenich erwähnt wird, sind weitaus mehr Gemeinden am Ablauf beteiligt. Eine kompakte Streckenführung mit acht Wertungsprüfungen in den Bereichen Weibern, Hausten, Bell, Kempenich, Engeln, Hannebach, Wollscheid und Heulingshof kommt gut an und ist Garant für volle Starterfelder und für großen Publikumszuspruch.

In fast fünf Jahrzehnten ist es gelungen, die Großveranstaltung zu einem sportlichen Highlight werden zu lassen, bei dem sich schon länger die Creme de la Creme des deutschen Rallyesports ein Stelldichein gibt. Die kompetenten Mitstreiter von MSC-Chef Wolfgang Müller waren stets innovativ und haben die anspruchsvollen Prüfungen rund um Kempenich den Wünschen der Teilnehmer und den örtlichen Gegebenheiten angepasst. Heimspiel hat das Team Müller/Spreitzer. Im Vorjahr war Kevin Müller, mit Stephani Spreitzer aus Lorch hoffnungsvoll ins Heimspiel gestartet, wieder einmal das Glück nicht hold, schon nach der zweiten WP musste er wegen technischem Defekt aufgeben.

Patrick Buhr aus Volkesfeld, der bisher fast keine Rallye in seiner Region ausließ, wird diesmal mit Toni Kluth aus Alfter unterwegs sein. Ebenfalls ein „MSC-Eigengewächs“ ist Nick Hainke aus Oberdürenbach. Aus der Club-eigenen Kartjugend kommend, fungiert er als Beifahrer von Leonard Weiss aus Monschau, der bislang auf der Rundstrecke brillierte. Die Motorsportfans dürfen gespannt sein, ob ihre Teilnahme bei der Rallye Kempenich mit einem Ford Fiesta Rallye 3 nur ein Abstecher in den Rallyesport sein wird, oder ob sie künftig häufiger bei Rallyes am Start stehen werden. Mit dabei sind auch Christian Kohlhaas und Stefan Marx aus Andernach, Tamara Zenz als Beifahrerin bei Michael Nolte (Willich), das altbewährte Team Udo Schütt (Monschau) und Peter Schaaf (Mayen) sowie Colin Dünker (Grafschaft) mit Jonas Decker (Nohfelden). Zum Teilnehmerfeld gehören Fahrer aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Dänemark. Erneut aufs höchste Treppchen will das Vorjahressieger-Duo Dennis Rostek (Bückeburg) und Stefan Kopczyk (Bad Friedrichshall).

Die ersten der rund hundert Rallye-Fahrzeuge werden um 11.31 Uhr vom Rallyezentrum durch die neue Organisationsleiterin Jessica Nett auf die Strecke geschickt. Die Zielankunft der ersten Teilnehmer wird für etwa 16.30 Uhr erwartet. In der Leyberghalle in Kempenich, Start- und Zielpunkt der Rallye, ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Hier gibt es auch Programmhefte und man kann sich über den Verlauf der Veranstaltung informieren.

Bildzeilen

1. Patrick Buhr aus Volkesfeld nutzt den Heimvorteil und hat bisher kaum eine Rallye in Kempenich verpasst.

2. Gerhard Berlandy aus Stromberg, seit vielen Jahren mit im Starterfeld, wird diesmal fehlen.

3. Mit von der Partie ist erneut das Team Udo Schütt (Monschau) und Peter Schaaf (Mayen).

4: Colin Dünker zählt auch in diesem Jahr wieder zum Teilnehmerkreis aus der Region.

Fotos: Hans-Josef Schneider

Motorsportclub Kempenich ist bestens aufgestellt

KEMPENICH. Um die Zukunft des Motorsportclubs Kempenich muss man sich keinerlei Sorgen machen. Wie sich bei der jüngsten Mitgliederversammlung herausstellte, ist der Verein weiterhin optimal Aufgestellt. Dies gilt in finanzieller Hinsicht ebenso wie auf personeller Seite. Das Renommee ist noch gewachsen, man spielt in punkto Veranstaltung in einer ranghohen Liga. Das ist bei der Rallye und auch bei der traditionellen Mittelrheinischen Motorradgeländefahrt der Fall. Diese beiden Großereignisse verlangen Jahr um Jahr den Einsatz vieler Helfer, die Unterstützung von Sponsoren und das Wohlwollen von Feuerwehr, Rotem Kreuz und etlicher Ortsgemeinden. Hierfür bedankte sich Vorsitzender Wolfgang Müller zu Beginn des mit 30
Mitgliedern gut besuchten Treffens. „Bei der Rallye, die inzwischen Teil des Deutschen Rallye-Cups (DCR) ist und zu einer der besten in Deutschland gehört, waren es 2025 rund 300 Menschen, die sich um einen reibungslosen Ablauf gekümmert haben, sei es im Rallyezentrum oder draußen an den Wertungsprüfungen, um die Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer zu gewährleisten“, verriet Müller.
Inzwischen engagiert sich ein Organisationsteam um dieses Großevent. Nach fast 35 Jahren gab Berthold Hantel das Heft aus der Hand. Mit seiner Leidenschaft für den Rallyesport und seiner akribischen Arbeit hat er dafür gesorgt, dass die Veranstaltung ihren Platz in der zweiten Liga des Rallye-Sports gefunden hat. Ab sofort hat Jessica Nett die Leitung eines neunköpfigen Komitees übernommen. In diesem Jahr wird die Rallye Kempenich am 8. März stattfinden und damit die Auftaktveranstaltung des DRCs sein. Die
Wertungsprüfungen werden durch die Ortschaften Weibern, Hausten, Bell, Kempenich, Engeln, Hannebach, Wollscheid und Heulingshof führen.

Die „Mittelrheinische“ besitzt die längste Tradition und geht auf die 75. Realisierung zu. Im vergangenen Jahr war das Spektakel noch um einiges größer. „Denn man ist in die erste Liga aufgestiegen und durfte einen Lauf zum Deutschen Enduro-Cup austragen“, so der zuständige Fahrtleiter Ralf Caspers. Sehr aktiv sei inzwischen die Kart-Gruppe, wie der MSC-Chef lobend herausstellte. Das intensive und spaß betonte Training habe sich gelohnt, wie die Ergebnisse beim Heim-Jugend-Kart-Slalom eindrucksvoll beweisen. Die sieben Jugendlichen des MSC verzeichneten jeweils drei Siege und drei zweite Plätze sowie einen sechsten Rang. Außerdem konnten sich alle für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft qualifizieren und der neunjährige
Tim Molitor aus Bell schaffte sogar die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. So erfolgreich war der Nachwuchs bisher noch nie! Neu war auch die enorme Resonanz, denn mit 141 Teilnehmern wurde eine Rekordbeteiligung registriert. Verbessert hat man sich in der Clubwertung des ADAC Mittelrhein. Nach Platz 18 im Jahr 2023 und Rang 9 in 2024 wurde man im vergangenen Jahr immerhin Siebter. Neben so viel Positivem gab es auch einen Wermutstropfen. „Leider ist es uns immer noch nicht gelungen, das früher so beliebte Oldtimer-Treffen neu zu beleben, nachdem Reinhard Grones nicht mehr organisatorisch aktiv ist. Bei der Rechnungsprüfung gab es keine Beanstandungen, sodass der Vorstand einstimmige Entlastung erfuhr. Wahlleiter Johannes Schäfer hatte wenig Mühe, die anstehenden Neuwahlen zügig durchzuführen. Keine Veränderungen gab es beim stellvertretenden Vorsitzenden (Ralf Caspers), dem Sportleiter (Michael Nett) und dem Verkehrsleiter (Sven Ellingen). Neu sind mit Thomas Molitor der zweite und mit Jessica Nett der dritte Beisitzer. Als Rechnungsprüfer werden weiterhin Nina Friedsam und Jeanette Kutscher tätig sein. Bei der Mitgliederversammlung vom ADAC-Gau Mittelrhein am 21. März in Bad Neuenahr wird der Club vertreten durch (Ersatzdelegierte in Klammern) Jessica Nett (Michael Nett), Wolfgang Müller (Rainer Krupp)), Jeanette Kutscher (Tanja Weber-Dippold).


Dem Vorstand gehören an (hinten von links): Thomas Molitor, Sven Ellingen, Ralf Caspers und Wolfgang Müller sowie (vorne von links) Tanja Weber-Dippold, Birgit und Jessica Nett, Marita Pütz. Die erste Veranstaltung im Jahr ist die Rallye, bei der am 8. März wohl auch wieder Patrick Buhr (Foto) mitvon der Partie sein dürfte.

Foto: Hans-Josef Schneider

Nachruf

Mit tiefer Betroffenheit und großer Trauer nehmen wir Abschied von unserem Clubmitglied

Frau

Marita Müller

die im Alter von 69 Jahren nach schwerer Krankheit und dennoch plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Marita engagierte sich als Ehefrau unseres Vereinsvorsitzenden in vielfältiger Weise für unseren Verein. Sie wirkte über viele Jahre im Hintergrund in der Vereinsverwaltung oder bei der Organisation unserer MSC-Veranstaltungen mit, oftmals nicht sichtbar, und dennoch für den Verein von unschätzbarem Wert.

Neben der Arbeit in ihrer Firma liebte Marita den Karneval und war lange Jahre Mitglied bei den Kempenicher Möhnen.

In ihrer Freizeit genoss sie vor allem aber jede Minute des Zusammenseins mit ihren Enkelkindern.

Nicht nur in ihrer Familie hinterlässt Marita eine große Lücke, auch wir werden sie sehr vermissen und werden ihr Andenken immer in Ehren halten!

Unser Mitgefühl gilt ihrem Ehemann und unserem Vorsitzenden Wolfgang, ihren Kindern, Enkelkindern sowie ihren Anverwandten und allen, die sich ihr in Freundschaft verbunden fühlten.

 

Für den Motorsportclub Kempenich e.V. im ADAC

Der Vorstand

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 22.08.2025 um 15.00 Uhr in der Pfarrkirche Kempenich statt. Anschließend ist die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof. 

Aktuelle Info zur geplanten Oldtimer-Veranstaltung des MSC Kempenich

Leider kann aus personellen und organisatorischen Gründen auch in diesem Jahr 2025 unsere für Anfang September geplante Oldtimer Classic Veranstaltung nicht stattfinden. Wir sind aber guter Dinge, dass wir diese schöne Veranstaltung im nächsten Jahr 2026 wieder durchführen können.
Bitte bleibt uns bis dahin gewogen, euer Motorsportclub Kempenich e.V. im ADAC